Zusammenfassende Meldung

Unternehmen, die an andere Unternehmen innerhalb der europäischen Union eine Leistung erbringen, müssen zusätzlich zur Umsatzsteuervoranmeldung eine zusammenfassende Meldung (ZM) abgeben.

 

Wozu gibt es die zusammenfassende Meldung?

Die zusammenfassende Meldung ist ein Kontrollverfahren der europäischen Union. Damit soll sichergestellt werden, dass eine Leistung, die ein Unternehmen an einen anderen Unternehmer erbringt, auch mit der Umsatzsteuer besteuert wird.

 

Beispiel: Der hamburger Unternehmer liefert einen Tisch an den belgischen Unternehmer.
Für den hamburger Unternehmer ist die Lieferung steuerfrei, denn er hat eine innergemeinschaftliche Lieferung erbracht.
Der belgische Unternehmer muss die Umsatzsteuer in Belgien anmelden und abführen.

 

Es geht also die Steuerschuldnerschaft von dem leistenden Unternehmer auf den Leistungsempfänger über.

 

Das Problem ist: Die Staaten können so gar nicht prüfen, ob der Vorgang tatsächlich auch in dem entsprechenden Land (in diesem Fall Belgien) tatsächlich besteuert wurden, da die Staaten keinen Zugriff auf den gesamten Vorgang haben.

 

Durch die zusammenfassende Meldung muss der leistenden Unternehmer melden, dass er steuerfrei innergemeinschaftliche Lieferungen erbracht hat. Diese Daten stehen dem anderen Land zur Verfügung. Somit kann jedes Land prüfen, ob die innergemeinschaftliche Lieferung in dem Empfängerland als innergemeinschaftlicher Erwerb besteuert wurde.

 

Wer muss eine Zusammenfassende Meldung abgeben?

Unternehmer, die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen erbracht haben oder innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte erbracht haben, sind zur Abgabe verpflichtet.
Das gleiche gilt für sonstige Leistungen, die zwischen Unternehmern erbracht wurden, die sich in zwei verschieden EU-Staaten befinden.

 

Kleinunternehmer müssen übrigen keine zusammenfassende Meldung abgeben.

 

Wann muss die Meldung erfolgen?

Unterschieden werden muss zischen Unternehmen die Lieferungen erbringen und Unternehmens die sonstige (innergemeinschaftliche) Leistungen erbringen.

 

Unternehmen, die innergemeinschaftliche Lieferungen erbringen:

 

Monatliche Abgabe:

Die Meldefristen sind sehr kurz. Bereits am 25. Tag, nachdem er Besteuerungszeitraum endet, ist die zusammenfassende Meldung abzugeben. In Regel sind Unternehmern verpflichtet, die zusammenfassende Meldung monatlich abzugeben.

Beispiel: Am 20.02.2018 wurde der Tisch von dem hamburger Unternehmer an den belgischen Unternehmer geliefert. Die zusammenfassende Meldung muss bis zum 25.03.2018 abgegeben werden.

 

Quartalsweise Abgabe:

Unternehmen, die nicht mehr als 50.000 € im vorangegangen Kalenderjahr an innergemeinschaftliche Lieferungen hatten, müssen vierteljährlich die zusammenfassende Meldung abgeben.


Bespiel: Der hamburger Unternehmer liefert einen Tisch an den belgischen Unternehmer am 20.02.2018.
Die zusammenfassende Meldung ist bis zum 25. April abzugeben.

 

Jährliche Abgabe:

Unternehmer die keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben müssen – also nur eine Jahreserklärung einreichen – müssen die Meldung bis zum 25. Tag nach Ablauf des Jahres erstellen. Damit am 25.01. des Folgejahres.

 

 

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