Wechsel der Gewinnermittlungsart (Bilanz zur EÜR)

 

Einzelunternehmer und GbRs können unter bestimmten Bedingungen zur Gewinnermittlung die Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) anwenden. (Hierzu siehe Buchführung)

 

Die EÜR ist erheblich einfacher zu erstellen. Das Unternehmen spart Zeit und Geld. Desweiteren, kann die EÜR zu einem kurzfristig geringen Gewinn führen.

 

Beachte: Über einen Zeitraum von mehreren Jahren, ist der Gewinn durch Ermittlung durch Bestandsvergleich (Bilanz) und Einnahmenüberschussrechnung gleich.

 

Der Wechsel und der Bilanzierung zur EÜR darf nur erfolgen, wenn der Jahresgewinn 60.000 Euro* und der Umsatz 600.000 Euro* nicht überschritten wird.

 

Die Wertgrenzen müssen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren eingehalten werden. Der Wechsel ist dann im darauffolgenden Jahr möglich. Eine Zustimmung des Finanzamtes bedarf es nicht.

 

Ermittlung des Übergangsgewinns

Um den Wechsel von der Bilanz zur EÜR durchführen zu können, muss ein Übergangsgewinn / Übergangsverlust ermittelt werden. Dieser Gewinn / Verlust ist steuerpflichtig.

 

Jede einzelne Position der Bilanz muss angepasst werden. Bilanzpositionen werden in der EÜR nicht mehr ausgewiesen. Deshalb sind fast alle Positionen so zu berichtigen, wie sie sich in der EÜR zutreffend ausgewirkt hätten.

 

Forderungen: Forderungen wirken sich in der Bilanz sofort bei entstehen Gewinn erhöhend aus. In der EÜR erst, wenn das Geld eingenommen wurde.

 

Bespiel Forderungen: Das Unternehmen hat in der Bilanz 100.000 Euro an Forderungen ausgewiesen. Der Wechsel zur EÜR führt dazu, dass die Forderung aufgelöst wird und deshalb ein Übergangsverlust von 100.000 Euro entsteht.

 

Verbindlichkeiten: Die Auflösung von Verbindlichkeiten führt zur Erhöhung des Übergangsgewinns.

 

Verteilung des Übergangsgewinns

Eine Verteilung des Übergangsgewinns auf bis zu 3 Jahren ist beim Wechsel von der Bilanz zur EÜR nicht möglich, weil der Wechsel immer freiwillig ausgeübt wird. Nur wenn der Wechsel von der EÜR zur Bilanzierung erfolgt, kommt eine Gewinnverteilung infrage. Das geht aber auch in diesem Fall nur dann, wenn er Wechsel nicht freiwillig erfolgte. Bei Betriebsaufgabe und Betriebsveräußerung kann der Gewinn ebenfalls nicht verteilt werden.

 

 

* Bis 2015 lagen die Grenzen bei 50.000 Euro und 500.000 Euro.

* Land und Fortswirte abweichend 25.000 Euro

 

 

Gesetzesgrundlagen: § 141 AO, § 238 HGB, § 239 HGB

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Gunnar Will

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