Steuererklärung

 

Mit einer Steuererklärung wird gegenüber einer Finanzbehörde eine Tatsache erklärt, die als Besteuerungsgrundlage dient. Die Finanzbehörde setzt daraufhin ein Steuer fest.

Wer eine Steuererklärung abzugeben hat, ist allgemein im § 149 AO geregelt. Dieser Paragraf verweist auf andere Steuergesetze, in denen genauer geregelt ist, welche Steuererklärungen vom wem und wann abzugeben sind.

Die wichtigsten Steuererklärungen im Überblick:

  • Einkommensteuererklärung § 25 (3) EStG
  • Körperschafsteuererklärung § 31 (1) KStG und § 31 (1a) KStG
  • Gewerbesteuererklärung § 14a GewStG
  • Gewerbesteuerzerlegung § 14a GewStG
  • Gesonderte und gesonderte einheitliche Erklärung §§ 180 (1) i.V.m. § 181 (1) und (2) AO
  • Umsatzsteuererklärung § 18 (3) UStG
     

Im § 149 (2) AO ist auch die normale Frist geregelt, wann eine Steuererklärung einzureichen ist. Typisch weise ist z.B. eine Einkommensteuererklärung 7 Monate nach Ablauf des Besteuerungszeitraums einzureichen.

Achtung: Die neue Frist gilt erst ab dem Veranlagungszeitraum 2018. Das bedeutet: Die Einkommensteuererklärung 2018 ist bis zum 31.07.2019 abzugeben.
Steuererklärungen vor dem Veranlagungsjahr sind innerhalb von 5 Monaten abzugeben.

 

Steueranmeldungen

Auch Steueranmeldungen sind Steuererklärungen. Sie haben die gleiche Wirkung. Der Unterschied zwischen einer Steuererklärung und einer Steueranmeldung liegt nur darin, dass bei einer Steuererklärung nur die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Steuer an die Finanzbehörde gemeldet wird und die Finanzbehörde die Steuerhöhe berechnet, bei einer Steueranmeldung der Steuerpflichtige die Steuer selbst berechnet.

Die häufigsten Steueranmeldungen sind:

  • Umsatzsteuervoranmeldung
  • Lohnsteueranmeldung

Da Steueranmeldungen Steuererklärungen sind, haben Sie die gleiche Wirkung wie Steuererklärungen. Wer bei einer Steueranmeldung falsche Werte absichtlich angibt und dadurch eine zu geringe Steuer zahlt, begeht Steuerhinterziehung.

Achtung: Die häufig praktizierte Schätzung für die Umsatzsteuervoranmeldung ist nicht zulässig. Auch die Werte der Umsatzsteuervoranmeldung sind genau zu berechnen.
Auch Mitarbeiter dürfen nicht im Auftrag des Vorgesetzten eine Steueranmeldung schätzen und einreichen. Die Steuerhinterziehung ist nämlich eine Straftat und darf auch nicht auf Anweisung eines anderen ausgeführt werden.
 

Was passiert, wenn keine Steuererklärung abgegeben wird?

Auch dieser Fall ist in der Abgabenordnung geregelt. Die Finanzbehörde wird zuerst auffordern eine Steuererklärung einzureichen.  Passiert das nicht, muss die Finanzbehörde die Höhe der Steuer schätzen § 162 AO. Durch die Schätzung ist der Steuerpflichtige aber nicht von der Verpflichtung entbunden eine Steuererklärung abzugeben § 149 (1) S.4 AO.

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Gunnar Will

Steuerberater

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