Steuerberater

Steuerberater sind die Experten, wenn es um Jahresabschlüsse, Steuererklärungen, Buchführungen und Lohnbuchhaltungen geht. Außerdem vertreten sie ihre Mandanten vor dem Finanzamt und dem Finanzgericht.

Zusätzlich begleiten Steuerberater Existenzgründer beim kompletten Gründungsvorgang und beraten Unternehmen betriebswirtschaftlich.

 

Wer darf steuerlich beraten?

Nur Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer dürfen steuerlich unbeschränkt beraten. Das ist gesetzlich geregelt im Steuerberatergesetz (§ 3 StBerG).
Selbst unentgeltlich ist es nicht erlaubt geschäftsmäßig steuerlich zu beraten, wenn nicht einer dieser Berufe vorliegt.

 

Ausnahme: Lohnsteuerhilfevereine sind ebenfalls berechtig beschränkt Tätigkeiten auszuführen, die eigentlich nur die oben genannten Personen ausführen dürfen.
Lohnsteuerhilfevereine dürfen nur Einkommensteuererklärungen von Arbeitnehmern und Rentner erstellen. Für Unternehmen dürfen keine Arbeiten ausgeführt werden.
 

Ist der Lohnsteuerhilfeverein genauso gut wie ein Steuerberater?

Eine kleine Einkommensteuererklärung für einen Arbeitnehmer kann ein Lohnsteuerhilfeverein oftmals problemlos erstellen. Wissen muss man aber, dass dort manchmal nicht besonders qualifizierte Personen eingestellt werden. Mittlerweile kann jeder, der eine kaufmännische Ausbildung hat, eine Filiale eines Lohnsteuerhilfevereins eröffnen. Die Lohnsteuerhilfevereine schulen zwar alle Personen vorher, das reicht aber oftmals nicht aus.

 

Hierzu ein kleiner Vergleich: Ein Bürokaufmann hat in seiner Ausbildung nichts von Steuern gehört. Durch ein paar Tage Schulung soll er nun zum Steuerexperten werden. Dass das nicht funktionieren kann, ist eigentlich klar. Schließlich wird durch eine kurze Schulung aus einem Maurer auch kein Kfz-Mechaniker, obwohl es beides handwerkliche Berufe sind.

 

Tipp: Wenn Sie einen Lohnsteuerhilfeverein beauftragen, fragen Sie nach der Qualifikation. Hier sollte mindestens eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten vorliegen. Besser wäre, wenn eine Qualifikation als Steuerfachwirt.

Erhalten Sie die Antwort: "Ich bin gelernter Bankkaufmann, mache das aber schon seit 20 Jahren.", sollten Sie vorsichtig sein. Denn wie lange jemand etwas macht, sagt nichts darüber aus, ob er das auch alles richtig macht.

Achtung: Jeder Steuerpflichtige unterschreibt seine Steuererklärung selbst. Ist etwas falsch, haftet auch jeder selbst dafür.

 

Wie wird man Steuerberater?

Steuerberater ist ein geschützter Beruf. Den Berufstitel Steuerberater darf nur derjenige tragen, der von der Steuerberaterkammer zugelassen wird.

 

Damit die Zulassung erteilt wird, muss eine kaufmännische Ausbildung oder ein kaufmännisches oder juristisches Studium absolviert worden sein und danach das Steuerberaterexamen erfolgreich abgelegt worden sein.

 

Kaufmännische Ausbildung (meisten Steuerfachangestellte): Nachdem die kaufmännische Ausbildung erfolgreich beendet wurde, müssen 10 Jahre Berufserfahrung im Bereich des Steuerrechts (Bundes- und Landessteuer) nachgewisen werden. Nur dann erfolgt die Zulassung zur Steuerberaterprüfung.

 

Steuerfachwirt: An Berufserfahrung (Bundes- und Landessteuer) müssen 7 Jahre nachgewiesen werden.

 

Studium: Hier kommt es drauf an, ob die Regelstudienzeit kürzer als 4 Jahre war. Beträgt die Regelstudienzeit nämlich mindestens 4 Jahre, müssen 2 Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden. Wenn die Regelstudienzeit weniger als 4 Jahre betragen hat, müssen 3 Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden.

 

Wer die Bedingungen erfüllt, kann an der Prüfung zum Steuerberaterexamen teilnehmen. Die Prüfung ist extrem schwer und die Durchfallquote entsprechend hoch. Wer 3-mal die Prüfung nicht geschafft hat, kann nicht mehr die Steuerberaterprüfung ablegen und Steuerberater werden.

 

Befreiung von der Steuerberaterprüfung

Richter und Professoren, die mindestens 10 Jahre im Bereich des Steuerrechts tätig waren, können ohne Steuerberaterprüfung zum Steuerberater zugelassen (bestellt) werden. Das gleich gilt für Betriebsprüfer, die 10 Jahre für das Finanzamt tätig waren.

 

Unternehmensberater statt Steuerberater

Unternehmensberater sind ebenfalls nicht befugt steuerlich zu beraten. Denn Unternehmensberater kann jeder werden. Es ist keine Ausbildung notwendig.

 

Was wenn unbefugte Steuererklärungen und Jahresabschlüsse erstellen?

Fliegt das auf, wird sich die Steuerberaterkammer oder auch das Finanzamt darum kümmern. Es wird zu einer Abmahnung kommen und es droht sogar eine Strafverfahren (§ 5 StBerG).

Zusätzlich sind die angefertigten Jahresabschlüsse und Steuererklärungen ungültig. Das Finanzamt kann rückwirkend die Steuererklärungen aufheben und es werden dann Verspätungszuschläge und Zinsen fällig.

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Dipl.-Betriebswirt (FH)

Gunnar Will

Steuerberater

Lenzener Straße 53

19322 Wittenberge

 

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