Pflichtveranlagung

Es wird zwischen der Pflichtveranlagung und der freiwilligen Veranlagung unterschieden.
 

Pflichtveranlagung bedeutet, dass eine Steuererklärung abgegeben werden muss. Das trifft auf fast alle Steuerpflichtigen zu. Das Finanzamt veranlagt pflichtgemäß, erlässt also einen Steuerbescheid.

 

Zwingend eine Steuererklärung müssen durch Steuerpflichtige abgeben werden, die folgende Einkünfte haben.

 

Einkünfte aus:

 

- Land- und Forstwirtschaft

- Gewerbebetrieb

- Selbständiger Arbeit

- Vermietung und Verpachtung

- ausländische Einkünfte


 

Freiwillig Veranlagte dürfen nur von bestimmten Steuerpflichtigen vorgenommen werden. Das sind hauptsächlich Angestellte und Rentner.

 

Pflichtveranlagung bei Einkünften aus Kapitalvermögen

Fast alle Einkünfte aus Kapitalvermögen werden durch die Abgeltungsteuer besteuert. Sie müssen nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Ausnahmen bestehen für Einkünfte aus Kapitalvermögen, die aus dem Ausland stammen und inländische Kapitaleinkünfte die nicht der Abgeltungsteuer unterlegen haben. Das sind z. B. Zinsen aus privat vergebenen Krediten und verdeckte Gewinnausschüttungen.


 

Abgabefristen der Steuererklärungen

Pflichtveranlagte Steuerpflichtige müssen die Steuererklärung grundsätzlich bis zum 31.07. des Folgejahres abgeben. Wer von einem Steuerberater vertreten wird, hat bis zum 28.02. des übernächsten jahres Zeit. Wird die Frist nicht eingehalten, wird ein Verspätungszuschlag fällig. Außerdem wird das Finanzamt die Steuer schätzen und einen Schätzbescheid erlassen, sofern sie von den Einkünften wissen. Die Abgabe nach Ablauf der Frist oder nach Steuerschätzung ist weiterhin möglich und muss vorgenommen werden.

 

Freiwillig Veranlagte haben 4 Jahre Zeit die Steuererklärung einzureichen. Nach Ablauf dieser 4 Jahre ist eine Abgabe gar nicht mehr möglich. Ein Verspätungszuschlag kann bei einer freiwilligen Veranlagung nicht erhoben werden. Wer freiwillig eine Steuererklärung einreicht, muss nicht mit einer Steuernachzahlung rechnen. Denn grundsätzlich gilt: Wer Steuern nachzahlen muss, muss auch eine Steuererklärung einreichen. Eine Ausnahme besteht nur beim Kirchgeld. Diese kann auch bei einer freiwilligen Abgabe der Steuererklärung zu einer Nachzahlung führen. In so einem Fall kann die Steuererklärung zurückgezogen werden, um die Nachzahlung zu vermeiden.


 

Rentner und Pflichtveranlagung

Rentner sind nur dann zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn:

 

1. neben den Renteneinkünften weitere Einkünfte bestehen, die zur Pflichtveranlagung führen (z. B. gewerbliche Einkünfte oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung).

 

2. Der steuerpflichtige Teil der Rente so hoch ist, dass der Grundfreibetrag überschritten wird.

 

Renten werden - anders als Gehälter -  ohne Steuerabzug ausgezahlt. Ein Teil der Rente ist steuerfrei und ein Teil steuerpflichtig. Ist der steuerpflichtige Teil so hoch, dass der Grundfreibetrag überschritten wird, ist ein Steuererklärung abzugeben. Von dem steuerpflichtigen Teil der Rente werden dann Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen abgezogen. Auch weitere Steuerermäßigungen können berücksichtigt werden, wie z. B. haushaltsnahe Dienstleistungen.
Es kann deshalb vorkommen, dass eine Steuererklärung abgegeben werden muss, aber keine Einkommensteuern zu zahlen sind.

 

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Gunnar Will

Steuerberater

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