Kinderbetreuungskosten

Seit 2012 können Kinderbetreuungskosten ausschließlich als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Höhe der Kinderbetreuungskosten

Zwei Drittel der Kosten bis maximal 4.000 Euro je Kind sind jährlich ansatzfähig.

Der Abzug ist nur für Kinder möglich, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für behinderte Kinder gilt diese Altersgrenze nicht, wenn sich nicht in der Lage sind sich selbst zu unterhalten.

Die Angabe der Sonderausgaben erfolgt in der Anlage Kind Zeile 67 bis 69.

Arten der Kinderbetreuungskosten

Kindergartenbeiträge, Kosten für Tagesmütter, Au-pair-Mädchen und Hausaufgabenbetreuungen sind abzugsfähig. Kosten, wodurch das Kind Fähigkeiten erwirbt, können nicht abgezogen werden (z. B. Beiträge für den Fußballverein, Sprachkurse). Ebenfalls nicht abziehbar sind Kosten für Essen und Getränke in Kindertagesstätten.

Nachteile der Neuregelung

Vor 2012 konnten die Kinderbetreuungskosten als Betriebsausgaben bei Gewerbetreibenden, Selbständigen und Land und Forstwirte abgezogen werden. Arbeitnehmer zogen die Kosten als Werbungskosten ab.
Dadurch wirkten sich diese Kosten auch aus, wenn ein negatives Einkommen entstanden ist. Das negative Einkommen konnte als Verlustvortrag oder Rücktrag entsprechend in anderen Jahren geltend gemacht werden. Sonderausgaben beeinflussen das Einkommen lediglich bis zu einem Betrag von 0 Euro.

 

Beispiel: Der Steuerpflichtige hat einen Verlust aus Gewerbebetrieb von 10.000 Euro. Die Kinderbetreuungskosten betragen 6.000 Euro und werden zu 2/3 abgezogen (4.000 Euro).

 

Bis 31.12.2011: Das Einkommen vermindert sich auf 14.000 Euro. Der Verlust konnte vor- oder rückgetragen werden und wirkte sich in dem entsprechenden Jahr voll aus (14.000 Euro).

 

Ab 2012: Das Einkommen vermindert sich nicht weiter durch die Kinderbetreuungskosten. Es ist nur ein Verlust von 10.000 Euro vor- oder rücktragsfähig. Die Kinderbetreuungskosten wirken sich gar nicht steuerlich aus.

 

Für Steuerpflichtige, die nicht erwerbstätig sind, sind die Kinderbetreuungskosten auch schon vor 2012 als Sonderausgaben abzugsfähig. Eine Änderung ergab sich somit nicht.

 

Durch die geänderte Regelung, wurde eine Angleichung vorgenommen, sodass unabhängig von den Einkünften oder einer Erwerbslosigkeit, die Kinderbetreuungskosten sich nicht unterschiedlich auswirken.

 

Gesetzliche Grundlage: § 10 (1)Nr. 5 EStG

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Gunnar Will

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