Körperschaftsteuer

Die Körperschafsteuer ist nur von Kapitalgesellschaften, Vereinen und anderen juristischen Personen zu zahlen. Sie ist eine Ertragsteuer. Es wird der Gewinn des Unternehmens besteuert. Das erfolgt unabhängig davon, ob der Gewinn an die Anteilseigener (Gesellschafter, Aktionäre) ausgeschüttet wird.

 

Höhe der Körperschafsteuer

 

Die Körperschaftsteuer beträgt einheitlich 15 %. Zusätzlich sind 5,5 % Solidaritätszuschlag auf diese 15 % zu zahlen. Dadurch ist eine steuerliche Belastung von 15,825 % gegeben.

 

Steuerpflicht

 

Unbeschränkt steuerpflichtig sind Körperschaften, die die Geschäftsleitung oder den Sitz im Inland haben. Es gilt das Welteinkommensprinzip. Damit sind auch die Gewinne, die eine solche Körperschaft im Ausland erzielt, grundsätzlich in Deutschland steuerpflichtig. Doppelbesteuerungsabkommen können aber abweichende Regelungen enthalten, sodass keine Besteuerung im Ausland und im Inland erfolgt.

Beschränkt steuerpflichtig sind Körperschaften, die weder die Geschäftsleistung noch einen Sitz in Deutschland haben, aber Einkünfte aus Deutschland erzielen.

Beispiel: Eine englische Limited legt Geld in Deutschland an und erhält Zinsen. Die Limited ist in Deutschland nur mit den Zinseinnahmen körperschaftsteuerpflichtig.

 

Körperschaftsteuervorauszahlungen

 

Vierteljährlich sind Körperschaftsteuervorauszahlungen zu leisten. Die Höhe bemisst sich durch die im Vorjahr zu leistende Körperschaftsteuer § 30 Nr. 1 KStG. Steuerschuldner ist die juristische Person.

 

Steuerbefreiungen und Freibeträge

 

Gemeinnützige Körperschaften können von der Körperschaftsteuer befreit sein.
Für bestimmte Körperschaften besteht ein Freibetrag von 5.000 Euro § 24 KStG bzw. von 15.000 Euro § 25 KStG.

 

Buchungssatz:

 

Körperschaftsteuervorauszahlung an Verbindlichkeiten

 

SKR-04: 7600 an 3700

 

Rückstellungen

 

Im Jahresabschluss ist eine Rückstellung für Körperschaftsteuern zu bilden § 249 HGB. Die Höhe ist die Differenz aus der entstandenen Körperschaftsteuer und der geleisteten Vorauszahlung des Jahres.

 

Ausschüttung der Gewinn

 

Werden Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet, ist zuvor neben der Körperschaftsteuer ggf. die Gewerbesteuer abzuführen. Der verbleibende Betrag ist ausschüttungsfähig. Dieser muss durch Kapitalertragsteuer, meisten in Form der Abgeltungsteuer besteuert werden. Diese beträgt 25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag. Die Gesellschafter müssen dann den Gewinn nicht noch einmal besteuern.

Sind die Gesellschafter selbst Kapitalgesellschaften, ist die Kapitalertragsteuer auch einzubehalten, aber diese hat keine abgeltende Wirkung. Bei den Gesellschaftern, ist diese Einnahme in aller Regel steuerfrei.

 

Beispiel: Die Tochter-GmbH schüttet an die Mutter-GmbH 14.000 Euro aus.

Die Tochter-GmbH hat die Kapitalertragssteuer und den Solidaritätszuschlag einzubehalten. Der Auszahlungsbetrag liegt bei 10.307,50 Euro.

Bei der Mutter-GmbH ist der Auszahlungsbetrag und die einbehaltene Steuer eine Betriebseinnahme. Diese ist aber steuerfrei § 8b (1) S.1 KStG. 5 % gelten pauschal als nicht abziehbare Betriebsausgabe (14.000 Euro x 5 % = 700 Euro).

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Dipl.-Betriebswirt (FH)

Gunnar Will

Steuerberater

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