Hinzurechnung Gewerbesteuer

Für die Gewerbesteuererklärung muss der Gewerbeertrag ermittelt werden. Dieser stimmt nicht mit dem handelsrechtlichen Gewinn oder dem steuerlichen Gewinn für die Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer überein. Es finden Hinzurechnungen und Kürzungen statt.

 

100 % für
- Schuldzinsen
- Renten und dauernden Lasten
- Gewinnanteile für stille Gesellschafter
- Aufwendungen für Überlassung von Rechten (z.B. Konzessionen und Lizenzen)

20 % für:
- Miet- und Pachtzinsen von beweglichen Wirtschaftsgütern
- Leasingraten für bewegliche Wirtschaftsgüter

50 % für:
- Miet- und Pachtzinsen von unbeweglichen Wirtschaftsgütern
- Leasingraten für unbewegliche Wirtschaftsgüter

 

Aus der Summe der so ermittelten Hinzurechnungen sind 100.000 € abzuziehen. Verbleibt dann noch ein Betrag, werden davon 25 % dem Gewinn wieder hinzugerechnet.

 

Beispiel: Die X-GbR hat einen steuerlichen Gewinn von 80.000 €. Die Miete für das gesamte Jahr lag bei 150.000 €. Zusätzlich sind 50.000 € an Zinsen gezahlt worden.

 

Gewinn                                            80.000 €

 

Hinzurechnungen

Miete zu 50 % von 150.000 €            75.000 €

Zinsen zu 100 %                               50.000 €                                                       

                                                    -100.000 €

                                                    = 25.000 €

davon 25 %                                   =   6.250 €

Gewerbeertrag                            = 86.250 €

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© Steuerberater Gunnar Will